Paul Rickmers (1876-1946)
Paul Rickmers wird 1873 in Bremerhaven als Sohn von Peter Rickmers geboren. Nach seiner kaufmännischen Ausbildung steigt er zunächst bei der Rickmers Werft ein. Zu seinen ersten Aufgaben gehört die Beaufsichtigung des Baus der ersten Eisenschiffe im Ausland.
1898 wird er in den Vorstand der Rickmers Reismühlen, Rhederei und Schiffbau AG berufen.
1904 scheidet er wegen Streitigkeiten mit seinem Onkel Andreas über die Geschäftsführung aus dem Unternehmen aus.
1905 gründet er in Hamburg ein Handelshaus mit dem Namen "Rickmers & Co".
1910 kehrt er in die Rickmers Reismühlen, Rhederei und Schiffbau AG zurück und wird Vorstandsmitglied. Nach dem Ausscheiden seines Onkels Andreas Rickmers führt Paul Rickmers die Geschäfte der Rickmers AG. Unter seiner Leitung finden eine strategische Neuausrichtung und der konsequente Ausbau des Reedereigeschäftes statt.
1912 etabliert er unter dem Namen "Rickmers Sibirien Linie" und "Rickmers Ostasien Linie" zwei Liniendienste unter Rickmers-Flagge. Die Schiffe der Sibirien Linie verkehren alle zwei Wochen von Bremerhaven oder Hamburg über chinesische Häfen bis nach Japan und Wladiwostok.
1917 übernimmt er nach einem langen Konflikt über seine Geschäftsführung und den strategischen Kurs des Unternehmens alle Anteile seiner Geschwister am Geschäft und wird so alleiniger Inhaber der Rickmers Reismühlen, Rhederei und Schiffbau AG.
1920 führt Paul Rickmers das Reedereigeschäft unter dem Namen Rickmers-Linie zusammen.
1924 schließt er die Rickmers Werft wegen Auftragsmangels.
1931 verlegt er seinen privaten Wohnsitz in die Schweiz.
1937 eröffnet er die Werft erneut, um von der neuerlichen Tonnagenachfrage im Schiffbau zu profitieren.
1946 stirbt er in Clarens/Schweiz.




